News 2019

Sommerregatta, SCLW, Walchensee, 06.-07.07.2019

Bayerische Karibik

Manche finden der Walchensee ist der schönste Ort Deutschlands. Natur pur. Berge rundherum, vom Wasser aus kaum Bebauung zu sehen. Und das schönste daran: man kann drauf Segeln!
Wenn dann auch noch wie an diesem Regattasamstag das Wetter passt und somit der nördliche Thermikwind wie gewohnt über den Sattel am Kesselberg konstant mit +/- 3Bft über die Regattabahn weht sind das beste Voraussetzungen für ein gelungenen Segeltag.
Es kommt noch besser: Sonnenschein und Temperaturen um die 30°C lassen manche Regattateilnehmer vor dem Auslaufen zusammen mit einem Kasten Augustiner noch ein erfrischendes Bad im kühlenden See nehmen.
Mit der Tempest unter diesen Umständen durch türkisfarbenes Wasser raumschots unter Spinnaker mit dem Vorschoter im Trapez vom Club in Richtung Startlinie zu glitschen ist einfach unbeschreiblich geil!

Die Tonnen liegen wie gewohnt an derselben Stelle wie immer, der See ist hier an die 200m tief. Start/Ziel liegen querab zur Insel Sassau. Auf ihr ist Betreten verboten, wir treffen uns aber in ihrem Windschatten immer gern nach dem Zieldurchgang zum Warten vor dem nächstem Start.
Wie mit dem Messer gezogen zeichnet sich die Kante im Wasser ab, innerhalb ist absolute Flaute und wir stehen gemütlich rum. Zeit zum locker machen und den ein oder anderen Schabernack mit den Gegnern zu treiben.
Kurz vorm Start wieder über die Kante und los gehts. Schöner kann Regattasegeln nicht sein! Da stellt sich einem schon die Frage weshalb vergleichsweise wenige Crews den Weg hierher finden. Sie haben an diesem Wochenende definitv was verpasst...



Für Sonntag war Regen und kein Wind vorhergesagt. Die Wettfahrtleitung kündigte an alle 5 Wettfahrten an diesem Samstag durchzuführen - ein Traum!
Der Plan ging auf. Zwar waren einige abgekürzte Rennen dabei aber es war sehr spannend, da alle Mannschaften sehr motiviert segelten und in der Wertung bis zum Schluss nahe beinander lagen.
Gewonnen haben knapp unsere amtierenden Weltmeister Spranger/Kopp vor den punktgleichen Mehrwald/Winkler. Dritte wurden mit einem Punkt Abstand Schollmayer/von Mertens vor den Vierten Erlacher/Helminger mit nur zwei Punkten dahinter.
Heini und Dominik mussten leider verletzungsbedingt aufgeben und unsere Routiniers Teddy und Andi hatten Pech. Auf dem Weg zum Ziel brach das Trapez wodurch sie in der ersten Wettfahrt noch einen Platz verloren haben - sorry Teddy. Auch wars nicht mehr zu richten und somit waren die beiden leider aus dem Rennen.
Mordsspaß hatten Simon und Chrissi auf der Schneidergoaß auf einem respektablem 5. Platz, die beiden segelten erst ihre zweite Regatta zusammen und Chrissi war vorher noch nie auf einem Segelboot.

Am Abend ausgiebiges Grillen und danach Preisverteilung. Fast alle blieben bis spät in die Nacht und feierten zusammen die Eindrücke dieses einmaligen Segeltags zusammen mit dem tollen Team des Clubs.

Vielen Dank liebe Leute vom SCLW, wir fühlen uns bei Euch immer sauwohl!

Bericht: Christoph Mehrwald, GER1191

Ergebnis

Fotos





 

Österreichische Meisterschaft, UYCAs, Attersee, 20.-23.06.2019

Wiesinger/Tschepen neue Österreichische Meister


Ein bisschen Wetterglück braucht man heutzutage auch. Die eine Hitzewelle war gerade vorbei die andere noch nicht da. Daher konnten 18 Boote aus GER und AUT binnen drei Tagen alle 8 Wettfahrten konsumieren. Die komplett angetretene deutsche Spitze machte es den Österreichern nicht leicht, vorne mitzumischen.

Am besten gelang das dem Attersee-Team Alexander „Axl“ Wiesinger/Thomas Tschepen, die schon bei der WM im Vorjahr immer wieder vorne auftauchten. Ein Wettfahrtsieg am 2. Tag bei mittlerem Nordostwind und noch drei Top-5-Plätze am Samstag bei etwas stärkerer Brise, die vier WF am Stück ermöglichte, reichten für Gesamtrang 3 und den ersten Meistertitel. Die interne Konkurrenz hatte vor allem am Anfang bei schwierigen Leichtwindverhältnissen Probleme. Christian Scheinecker/Jörg Werner, alte Regattahasen in vielen Klassen und auch vom UYCAs, wurden gegen Ende der Serie immer besser und schafften den Vizemeister. Rang 3 ging an die Kärntner Schumi/Schumann, die leider durch ein DSQ in aussichtsreicher Position in WF Nr. 4 aus dem Titelrennen genommen wurden.

Titelverteidiger Andreas Polterauer trat diesmal erstmals mit Sohn Martin an, was beiden offensichtlich Spass machte. Mit ein bisschen mehr Praxis werden sie sicher auch bald vorne dabei sein. Leider glänzten einige österreichische Stammsegler durch Abwesenheit, das wird sich hoffentlich wieder bessern.

Den Gesamtsieg sicherte sich Segelmacher Werner Fritz im Boot von Herbert Kujan, der auch schotete, knapp vor Stefan Schollmayer/Frisco Sanguino. Diese beiden deutschen Teams dominierten die Serie.

Tadellos die Wettfahrtleitung durch Christian Hotwagner, assisitiert von unserem Tempest-Ehrenpräsidenten Willi Ebster. Einzig bei der Kulinarik im Club kam Kritik auf, der Linseneintopf am Donnerstag soll nicht jedermanns Sache gewesen sein…

Bericht: tempest.at

Ergebnis

Fotos






 

Osterhasenregatta, WSC, Waginger See, 18.-19.05.2019


Osterhasenregatta Mitte Mai?

Man fragt sich, in welcher Art und Weise Ostern mit dem Wonnemonat Mai zusammenhängt. Die Antwort ist relativ simpel. Einige Teilnehmer können sich noch an Zeiten erinnern, an denen Ostern oftmals die Schiffe vom Neuschnee befreit werden mussten und so mancher Schneeschauer während der Regatta niederging. Insofern ist es eine kluge und weise Entscheidung der Verantwortlichen des Waginger Segelclubs Ostern in den Mai zu verlegen. Trotz dieser positiven Begleitumstände waren nur 16 Tempests am Start. Zudem kamen leider nur drei Mannschaften aus Österreich. Dafür waren Frank Schimak und Philip Kotrba sehr gut über den Winter gekommen und bereits in Topform.

Besonders erfreulich war die Beteiligung einer jungen Steuerfrau und zweier junger Vorschoterinnen. Mit Emilia Wachs, Amelie Bär und Renate Staib-Romanino wurde manch erfahrener Männercrew gezeigt, was disruptive change in der Tempest bewirken kann. Dass diese gemischt geschlechtliche Zusammensetzung ein Erfolgsmodell sein kann, zeigt Cornelia Christen mit ihrem Ehemann aus der Schweiz schon seit Jahren. Auch muss die Familiencrew Emilia Wachs mit Vater Dieter in der Vorschot sehr positiv hervorgehoben werden. Es ist eine tolle Erfahrung, wenn Vater und Tochter gemeinsam segeln.

Die WM am Tegernsee zeigt bereits erste positive Auswirkungen. So hat sich Werner Fritz mit Herbert Kujan zusammengetan. Werner war über den jollenartigen und sportlichen Umgang der Tempest begeistert. Mit einem vierten Platz haben beide gezeigt, dass mit ihnen in dieser Saison zu rechnen ist.

Nach dem vielen Regen in den Vortagen war die Wetterlage für das Wochenende mit Sonnenschein angesagt. Der hiermit erwartete Ostwind konnte sich jedoch leider nicht durchsetzen. Die Wettfahrtleitung hat das bestmögliche daraus gemacht und am Samstagnachmittag bei 1 bis 2 Windstärken zwei Wettfahrten professionell durchgezogen. Wahrscheinlich ahnte die sie bereits, dass der Sonntag völlig windfrei sein wird. Mit nur gelegentlichen Trapezausflügen waren Gymnastikübungen von Luv nach Lee und umgekehrt permanent angesagt. Bei den Spitouren musste äußerstes Feingefühl bewiesen werden.

Mit diesen Bedingungen kamen die österreichische Mannschaft Frank Schimak und Philip Kotrba mit einem ersten und dritten Platz am besten zurecht. Punktgleich mit vier Punkten wurden die Weltmeister Christian Spranger und Christopher Kopp Zweitplatzierte. Hannes Brochier und Peter Kern kamen mit einem Punkt Rückstand noch als Dritte auf das Treppchen.


Wie immer war Waging eine Reise wert. Der Grillabend mit reichlich Freibier wird in bester Erinnerung bleiben. Für das nächste Jahr hat der Präsident des Waginger Segelclubs Elmar Schwarz Andeutungen gemacht, als Discjockey für eine fetzige Stimmung zu sorgen. Noch ein Grund mehr unbedingt an den Waginger See zu kommen.

Bericht: Peter Kern, GER 1158

Ergebnis






 
Donnerstag, den 16. Mai 2019 um 20:19 Uhr

German Open, VSaW, Wannsee, 02.-04.05.2019

Die Bayern in Preußen (... und Hessen, Franzosen, Österreicher, Neuseeländer, ....) - bärig!


Warum findet man im frühen Mai so viele Bayern in der Hauptstadt von Preußen? Richtig, weil seine Majestät Ehrenpräsident Rolf Otto Bähr zu einem Stelldichein nach Bärlin einlud um auf dem Wannsee den Bären aus Bayern zu zeigen, wie die Berliner Bähren Lars, Leif und er selbst die Tempest segeln. Leider musste Bärli Trimpl aus Bayern kurzfristig absagen, unser Seebär Sepp Höß vom Tegernsee greift zur WM wieder ins Geschehen ein, dafür hat unsere Starnberger Bährenmarke mit Teddi Baehr und Andreas Greif einen stolzen 5. Platz bei dieser in allen Rubriken bärigen Veranstaltung ersegelt. Was mich zu dem Punkt bringt, weshalb nicht eigentlich die Bährenmarke die Aufgabe hat, einen bärigen Bericht zu erstellen?


Conny Froboess lockt in ihrem Lied in das Strandbad am Wannsee. Packt die Badehose ein wäre allerdings unpassend gewesen. Diese musste gegen wasserfeste Kleidung und Fleece Pulli ersetzt werden, besser noch gegen einen Trockenanzug, da die Vorschoter aufgrund von heftigen Böen und drehenden Winden immer wieder mal baden gingen. Bei 140 Wasser- und 80 Lufttemperatur zwar erfrischend, aber über die Dauer von drei Wettfahrten am Tag mit 4 – 6 Bft. nicht witzig.


Das Segeln auf dem Wannsee war einfach genial. An allen drei Tagen lagen vor dem altehrwürdigen Strandbad am Ostufer des Wannsees, südlich der Insel Schwanenwerder, die Startlinie, das Lee-Gate und das Ziel. Für die bis zu 30.000 Zuschauer, die das Strandbad fasst, wäre die Kulisse perfekt gewesen. Der Sonne- Wolkenmix versprach zwischendurch auch angenehme Temperaturen, der Wind blies dann aber doch zu kühl durch alle Ritzen, so dass nur einige wenige den Weg dorthin fanden. Auf der Kreuz, rüber nach Westen, war einer der strategischen Orientierungs- und Absprungpunkte nach rechts zu den Luv-Tonnen, die DLRG Station „Tiefe Horn“ direkt am Wasser. Dort wurden Fan’s mit Tempestwimpeln gesichtet, da für Zuschauer eine optimale Aussichtsplattform. Hier kommen eigentlich alle Tempest auf dem Weg zu den Tonnen vorbei: Diejenigen, die die Tour links, dann unterm Ufer in der vermeintlichen Abdeckung der Landzunge, aber mit herrlichen Drehern bis 60 Grad, sowohl auf Backbord als auch auf Steuerbord Höhe ziehen konnten, als auch diejenigen, die im freieren und kräftigeren Wind über die Mitte die etwas gemäßigteren Dreher nutzten, als auch die, die über rechts auf die konstanteren Winde mit Rechts-Tendenz gesetzt hatten und irgendwann den Weg nach Luv antreten mussten.


Sehr gute kräftige Winde bei wenig Welle, zu der Jahreszeit auch wenig störender Verkehr, außer dem Passagierdampfer Wannsee, der immer wieder durch das Regattafeld pflügt, konnte man sich sehr gut auf die eigene Schiffsgeschwindigkeit, das Manöverhandling und die Taktik zum Gegner konzentrieren. Perfekt zum Saisonauftakt, das Boot und die eingerosteten Gelenke und Muskulatur auf Vordermann zu bringen. Das Wasser war eigentlich einfach zu lesen. Die Böen zeichneten sich so kräftig auf dem Wasser ab, dass diese nicht zu übersehen waren. Nur aus welcher Richtung die Böe diesmal kommt, war zumindest mir nicht immer vorhersehbar. Da waren wir uns einig, der Tegernsee ist da im Vergleich dazu Badewannensegeln.


Angesetzt waren für Donnerstag und Freitag je drei Wettfahrten, für den Samstag zwei, bei einem Streicher in acht Wettfahrten. Mittwoch 1. Mai-Feiertag und Sonntag segelfrei, ermöglicht eine stressfrei An- und Abreise. Sogar Teams aus Frankreich konnten wir dadurch in Preußen begrüßen. Die Regattaleitung hat die Wettfahrtserie souverän realisiert. Die Linie lag alle zwei Minuten anders schief, im Mittel aber gut. Die Tonnen wurden zwischen den Rennen von den Bojenlegern verzogen, wenn notwendig auf größere Veränderungen, auch während der Wettfahrt mit Kurskorrekturen reagiert.

Matthias "Matze" Beilken aus der gleichnamigen Segelmacherdynastie war mit geliehener GER1182 (herzlichen Dank an Kerstin!) am Start. Von ihm werden wir einer der nächsten Ausgaben der "Yacht" was über die Tempest zu lesen und von Fotograf Jan Zier tolle Fotos zu sehen bekommen.
Auch durch einen Fotoreporter, der Einhand in einer blauen Schaluppe auf dem Wasser unterwegs war (www.soerenhese.de) und mittels einer Drohne des VSaW in der Luft, sind hier spektakuläre Aufnahmen entstanden, von denen die Tempestklasse noch lange profitieren wird. Alle Teilnehmer konnten am Schluss je Schiff je zwei Bilder auf Karton aufgezogen mit nach Hause nehmen. Eine tolle Idee des VSaW.


Der Club „Verein Seglerhaus am Wannsee“ ist sowieso bemerkenswert. Rolf-Otto führt uns durch das Vereinshaus, erklärte uns all die Pokale, Karaffen und Schalen von wem, wann gestiftet und von wem gewonnen. Silberschalen gestiftet und übergeben vom Kaiser an die Segler des VSaW. Zwei Gold und eine Bronze-Olympia-Medaille im Schaukasten. Präsentiert in Räumlichkeiten und einem Ambiente, vor dem man den Hut ziehen muss, wenn man überlegt, wie viel Engagement der Mitglieder für solch ein Ergebnis erbracht werden musste. 1867, also vor 152 Jahren, wurde der Verein gegründet. 1910 wurde das neue Clubhaus eröffnet, zusammen mit seinem rund 10.000 qm großen Wassergrundstück und den Sportanlagen, zählt es zu den schönsten Clubhäusern Europas. Die Förderung des Rennsegelsports durch die Ausbildung der jugendlichen Mitglieder zu Rennseglern ist einer der Zwecke dieses Vereins. Mitglieder des VSaW haben zahlreiche Siege bei nationalen und internationalen Regatten errungen. Bei den Olympischen Spielen 1936 wurde die erste Goldmedaille im Segelsport für Deutschland durch die Mannschaft Bischoff / Weise auf dem VSAW-Vereinsstarboot "Wannsee" gewonnen. 1964 gewann Willy Kuhweide die Goldmedaille in der Finn-Dinghy-Klasse - die zweite Goldmedaille für den deutschen Segelsport. Sich in Hallen aufzuhalten, in denen Seglerlegenden wie Willy und Rolf-Otto zu Hause sind und waren, ist schon beeindruckend.

Tja und dass die beiden Bähren Lars und Leif die German Open mit 7 Ersten und einem gestrichenen Zweiten Platz gewonnen haben ist dann nicht mehr so verwunderlich. Mit je 26 Punkten konnten Herbert Kujan und Christopher Kopp ihren 2. Platz vor den dann noch punktgleich aufgekommenen Stefan Schollmayer und Alex von Mertens behaupten.



Wen ich einfach noch besonders erwähnen muss, ist das Team an der Bar, in der Küche und im Service. Wir viele wollten ja zum Essen gar nicht mehr wo anders hin, als in das Restaurant im Club. Das Essen war dort in Qualität und Geschmack einfach unfassbar gut!

Die Art wie wir dann auch noch von Amadeu Augusto Ferreira Coelho und seiner Schwester versorgt wurden macht eine Wiederholung der Veranstaltung erst recht empfehlenswert.

Als Tempest haben wir uns auf der Piste und im Club wohl auch ordentlich benommen, da der VSaW uns eingeladen hat, gerne wieder eine Veranstaltung für uns auszurichten. Wer weiß, vielleicht gibt’s ja auch mal eine WM in Berlin.


Bericht: Ralph Ostertag, GER 1142

Ergebnis

Fotos von Sören Hese

Fotos von Jan Zier

Fotos der VSaW-Drohne





 
Dienstag, den 30. April 2019 um 18:21 Uhr

Eurocup, CNSR, Côte d’Azur, 19.-21.04.2019

Wie jedes Jahr freuen wir uns darauf, die Segelsaison in Saint Raphael zu eröffnen.
Im Vorfeld hatten wir Bedenken, dass die erforderlichen 10 Boote zusammenkommen, denn wir waren einzigstes Boot aus GER und aus der Schweiz hatte sich auch nur ein Boot angekündigt. Doch Patrice hatte wieder mal ganze Arbeit geleistet und fast sämtliche Boote vom lokalen Club zur Teilnahme motiviert. Am Ende gab es 11 Meldungen.

Am Donnerstag konnten wir bei Sonnenschein und idealen 3-4 Bft. aus Ost zusammen mit den Schweizern Mario und  Tanja nach der langen Winterpause wieder etwas Gefühl für das Boot entwickeln und auch ausgiebig unser tags zuvor eigebautes Doppelspibaumsysten testen.

Am Freitag mittag dann der Start zur ersten Wettfahrt bei 5-6 Bft und Böen mit 7 aus Ost und strahlendem Sonnenschein - herausfordernde Bedingungen für Mensch und Material. Einige Boote schafften es nicht zur Startline, andere konnten noch starten, kamen aber nicht bis ins Ziel. Es gab zerrissene Segel, gebrochene Beschläge und reichlich Kenterungen. Im 2. Lauf dann ähnliche Bedingungen. Wir konnten beide Läufe souverän gewinnen, der 2 .Platz war hart umkämpft zwischen SUI 1136 Mario / Tanja und FRA 1177 Patrice/ Agnès. Die Wettfahrtleitung verzichtete dann auf einen 3. Lauf, damit noch etwas mehr Zeit blieb, um die Wunden zu lecken.
Abends gab es dann die offizielle Eröffnung mit Wein und leckeren Häppchen.

Samstags dann das gleiche Bild, 5-6 Bft. aus Ost, die Böen noch etwas heftiger mit 7-8 Bft. Der stärkste Wind, den ich bisher auf einer Tempest erlebt habe. Der Kurs wurde nahe am Ufer in der Bucht ausgelegt, weiter draußen blies es noch mehr mit Monsterwelle. In den Böen musste man nicht nur das Großsegel voll öffnen, sondern auch die Fock, ansonsten wurde man einfach umgeblasen. Im 3. Lauf haben wir unter Spi dann auch eine Kenterung hingelegt und im 4. Lauf dann wie alle anderen auch auf den Spi verzichtet.
Trotz der schwierigen Bedingungen haben sich die älteren Boote von CNSR achtbar geschlagen, bei 10 gestarteten Booten kamen 7 ins Ziel.
Abends dann ein super 4 Gänge Menü mit Weinauswahl, zubereitet vom neuen Club Koch im Clubhaus und im Meldegeld inbegriffen.

Sonntags legte der Wind dann nochmals zu, Böen mit über 40 kn., an weitere Wettfahrten war nicht zu denken.
Das Podium bei der Siegerehrung bildeten GER 1192 vor FRA 1177 und SUI 1136. Details siehe Ergebnisliste.



Eine rundum gelungene Veranstaltung mit anspruchsvollen Bedingungen.
Ich kann nur hoffen, dass nächstes Jahr mehr Boote aus GER, SUI und AUT herkommen. Es ist für die Reputation der Tempestklasse enorm wichtig, unsere einzige Regatta auf einem Seerevier am Leben zu halten, zumal der veranstaltende Club und auch die wieder aktiveren lokalen Segler eine bessere Beteiligung verdient haben.

Bericht: Stefan Schollmayer, GER 1192

Ergebnis





 

Peter-Stern-Gedächtnispokal & Skiyachting, SRS, Simssee, 13.-14.04.2019

Einige der Tempest-Segler hatten ihre Boote wahrscheinlich zu diesem frühen Zeitpunkt noch im Winterlager, so starteten beim Peter Stern Gedächtnis-Pokal für Tempests auf dem Simssee nur elf Teilnehmer. Das Teilnehmerfeld war aber weit gefächert, bis aus Berlin, vom Verein Seglerhaus am Wannsee und aus Österreich, vom Kärntner Yacht Club Ossiacher See waren Teilnehmer gekommen. Je drei Boote kamen vom Waginger See und dem Seebrucker Regattaverein-Chiemsee.



Es blies zwar Wind, doch der drehte dauernd von Nord, bis  Ost und Süd, so dass die Wettfahrtleitung mit Dr. Wolfgang Niessen, Rasso Klein und Peter Patscheider-Rieder öfters Startlinie und Kurs ändern musste. Trotzdem konnten am ersten Wettfahrttag drei Wettfahrten gesegelt werden. Den ersten Lauf entschieden Rolf Bähr/Christian Spranger vom VSa Wannsee-Berlin/Seebrucker RV vor Hans Kohl/Mathias Pilmes vom YC am Tegernsee und dem Ehepaar Mehrwald vom Waginger SC für sich.  Im zweiten Rennen segelte Hans Kohl zum Sieg, vor Rolf Bähr, beide waren nun punktgleich, es konnte noch spannend werden. Doch dann segelte bei der dritten Wettfahrt des Tages der Österreicher  Manfred Schumi vom  Kärntner Yacht Club Ossiacher See mit seinem Vorschotmann Martin Wulf vom Seebrucker RV-Chiemsee zum Sieg vor Stefan Erlacher vom Waginger SC mit Vorschotmann Norbert Weidlich vom SR Simssee. Rolf Bähr mit dem vierten Platz und Hans Kohl mit dem siebten Platz fuhren ihre Streichergebnisse ein, da nach vier Wettfahrten das jeweils schlechteste Ergebnis jedes Seglers gestrichen werden konnte.



Denn am zweiten Wettfahrtstag konnte diese vierte Wetttfahrt bei gutem Wind ausgetragen werden. Rolf Bähr ließ nichts mehr anbrennen und siegte nochmals, diesmal wieder vor Erlacher/Weidlich. Sichere Gesamtsieger wurden damit Ralf Bähr/Christian Spranger vom VSa Wannsee-Berlin/Seebrucker RV vor Manfred Schumi/Martn Wulff (Kärntner YC/Seebrucker RV) und Hans Kohl/Mathias Pilmes vom YCa Tegernsee. Den vierten Gesamtplatz sicherten sich Stefan Erlacher/Norbert Weidlich (Waginger SC/SC Simssee) vor Nikolaus Magg/Dominik Wördehoff  (Waginger SC/Münchner RSC) und Christoph Kopp/Michael Heise (Seebrucker RV), Beste Stimmung herrschte dann bei von Dr. Wolfgang Niessen, SRS-Sportwart und Wettfahrtleiter, vorgenommenen Siegerehrung. „Wenn es auch eine weite Reise ist, komme ich gerne wieder zum gastfreundlichen Segler- und Ruderclub Simssee“, meinte der Sieger und früherer Präsident des Deutschen Seglerverbandes, Rolf Bähr aus Berlin.

Das Ergebnis der Skiyachting Wertung lag zur Siegerehrung noch nicht vor, wird in Waging nachgeholt!

Bericht: Niessen, SRS

Ergebnis




 

Skiyachting Riesenslalom, SC Prien, Erpfendorf (AUT), 03.02.2019

Ein empfehlenswertes Wochenende


Trotz Schneechaos auf Bayerns Straßen fanden sich zum Riesenslalom in Erpfendorf am Sonntag doch noch 8 Skibegeisterte ein.
Der harte Kern reiste bereits am Freitag an und traf sich in der Villa Mellon, einem versteckten Kitzbüheler Juwel mit ganz besonderem Flair - mal was anderes, sehr zu empfehlen.
Von da gings am Abend noch zum Nachtrodeln an den Gaisberg wo man sich bei mehreren Einkehrschwüngen in diversen Hütten dann auch ausgiebig dem leiblichen Wohl widmete.

Am Samstag durften wir einen Top Skitag in Kitzbühel erleben. Durch fachkundige Führung unseres Vizepräsidenten fanden wir nur die besten Hütten und mussten das Angebot dort natürlich ausgiebig testen - Ergebnis: ebenfalls sehr zu empfehlen!

Bei leichtem Schneefall und Kopfschmerzen dann am Sonntag der Start zum ersten Lauf. Wir durften wieder mit dem Skiclub Prien im Rahmen der Vereinsmeiterschaft starten; als Schlussläufer hatten wir zwar mit dem bereits ziemlich ausgefahrenen Kurs etwas zu kämpfen, es war aber dennoch fair und die Besten waren wie gewohnt vorne: Tobi vor Christopher, knapp dahinter Niko.
Im zweiten Lauf ähnliche Bedingungen, Favorit Tobi ließ aber ein Tor aus, musste zurücksteigen und vergab somit alle Chancen auf den Sieg - schade Tobi, aber danke von meiner Seite, sonst wär ich tatsächlich Letzter geworden ;-)

Der Endstand in der Einzelwertung somit Kopp vor Magg und Tempest Nachwuchs Talent Michael Heise. Die Mannschaftswertung sicherten sich Kopp/Heise vor Mehrwald/Mehrwald.

Dank an den SC Prien, es war wieder ein tolles Erlebnis - sehr zu empfehlen - Skiheil, bis zum nächsten Jahr!

Bericht: Christoph Mehrwald, GER 1191





 


Zum Jubiläum der 50. Tempest Weltmeisterschaft laden wir euch ganz herzlich an den Tegernsee ein.

Der Tegernsee: das kleinste Revier jemals für eine Tempest WM und der YCaT: ein kleiner Club mit gerade mal 350 Mitgliedern und kaum Platz für eine 50 Boote starke Kielbootflotte? Das klingt ein wenig nach dem gallischen Dorf, ihr wisst schon: die Römer, Asterix usw. Und als Veranstalter frägt man sich: warum tun wir uns das an?

Ganz einfach, weil uns die Tempest Klasse am Herzen liegt und die Tempest schon immer hier zu Hause war. Die Olympiateilnehmer 1972 Dr Heinz Laprell und Wolf Stadler kamen aus unserem Club und den zweimaligen Weltmeister Sepp Höss muss man in unserer Klasse nicht mehr vorstellen. Sepp wir mit guten 80 Jahren auch 2019 wieder am Start sein weil er Tempestsegeln immer noch geil findet.


Ihr als Tempest-Segler werdet euch die Frage stellen: warum sollen wir dahin?

Auch ganz einfach: weil wir ein Fest für die Tempest-Segler veranstalten werden und wenn die Bedingungen „normal“ sind, wird es auch für die Favoriten kein Spaziergang zum Titel. Der Tegernsee ist ein Segelrevier, das eigentlich nur bei Schönwetter gut funktioniert – Thermik in der Früh und am Nachmittag – nicht so kräftig wie am Gardasee, aber auch verlässlich. Die morgendliche Thermik ist die schönste: 3-5 Windstärken und sehr konstant, dass bedeutet aber auch sehr früh aufstehen: Start um 6:00 -7:00 Uhr- Start nicht auslaufen!!! Die nachmittägliche Thermik ist schon launischer und bedingt durch die Topographie sehr wechselhaft und drehend. Bei Schlechtwetter kann man am Tegernsee eigentlich keinen vernünftigen Kurs auslegen – da ist der See zu schmal – also: Alle ein Kerzlein anzünden und um schönes Wetter bitten.

Beim Rahmenprogramm den sogenannten „social events“ wird´s wenig mondän wer´n und wenig dinern sondern eher bayrisch zünftig zua gehn: a Musi, a Bier, no a Bier und no a Bier, … und a Brotzeit. A „Galadiner“ mach ma ned – aber an „Champions–Event“ mit möglichst vielen ehemaligen Weltmeistern.


Wir dürfen am Tegernsee auch einen neuen „Spielkameraden“ begrüßen: Spitzensegler  und Segelprofi Markus Wieser lässt sich seine Tempest gerade bei Mader bauen und wird mit dem „local hero“ Thomas Auracher (Achtung Ohrenstöpsel mitnehmen!) am Start sein. Die Beiden  kommen sicherlich nicht nur wegen der schönen Kulisse und dem guten Tegernseer Bier.

Und eine Bitte noch: an der erste Luvtonne wird´s sehr lebhaft werden – also nochmal ins Regelbuch schauen und nicht übermotiviert agieren, weil der Mader ist zwar in der Nähe, aber der hat ja nie Zeit.

Wir freuen uns auf euch!

Mathias Pilmes, YCaT (Tegernseer Bier macht kreativ, aber sponsern dern´s nix, mias ma ois selba kaufa)


Alle Infos auf: www.tempestworlds.com






 

Nachruf Dr. Achim Blaurock (GER1182)

Leider verstarb Mitte Januar 2019 unser Segelfreund Dr. Joachim Blaurock aus Berlin.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner hinterbliebenen Familie.

Bevor Achim zur Tempest kam war er erfolgreicher H-Jollensegler, 2-facher Deutscher Meister und Mannschaftsarzt der Segel-Nationalmannschaft im National Paralympic Committee Germany.

Achim stieg zwar erst im letzten Jahr in unsere Klasse ein, war aber schon nach kurzer Zeit begeisterter Tempest Segler!
Er nahm gleich zum Saisonauftakt 2018 in Südfrankreich mit seiner Frau Kerstin am Eurocup teil, war am Simssee und auch bei der WM am Attersee dabei. Sogar der Gardasee war ihm eine Reise wert und er segelte mit uns dort den Eurocup in Torbole.

Es ist sehr schade, dass wir Achim nur eine Saison bei uns haben konnten, wir hätten bestimmt noch viel Spaß zusammen gehabt!
Wer ihn in der kurzen Zeit kennenlernen durfte wird ihn sicher noch lange Zeit in Erinnerung behalten.





 

Nachruf Mike Adams (GBR 1181)

Wir bekamen die traurige Nachricht, dass Mike Adams am 22.12.2018 gestorben ist. Das Begräbnis fand Anfang Januar in Carlisle statt.
Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie, insbesondere Lillian und Paul.

Mike war einer der engagiertesten Tempest Segler der vergangenen Jahrzehnte und nahm jedes Jahr viele Kilometer Fahrt auf sich um an den Weltmeisterschaften seiner geliebten Tempest Klasse teilzunehmen, egal wo sie stattfanden.

Von 2005 bis 2009 war er ITA Präsident und spielte eine aktive Rolle für wichtige Änderungen in der Tempest, wie zum Beispiel bei der Einführung des großen Spinnakers, der unserem Boot einen moderneren Look und ein besseres Handling gab.
Bei der Organisation der Weltmeisterschaften in England war Mike selbstverständlich immer mit Herzblut dabei.

Wir werden seinen Humor vermissen, seine Hilfsbereitschaft und seine Verdienste um unsere Klasse.

Aber wir werden ihn nie vergessen.